Die fünf Wandlungsphasen in der TCM

In der Traditionellen Chinesischen Medizin spielen die fünf Wandlungsphasen eine wichtige Rolle. Sie beschreiben verschiedene Qualitäten und Veränderungen, die sich in der Natur und im Leben beobachten lassen. Die in der TCM genannten Organe werden nicht ausschließlich anatomisch verstanden, sondern stehen für bestimmte funktionelle Zusammenhänge. Ihre Bedeutung ist daher nicht direkt mit dem westlichen Verständnis der Organe gleichzusetzen.

Holz – Leber und Gallenblase

Frühling steht für Aufbruch, Wachstum und Neubeginn. Die Natur erwacht und alles beginnt wieder zu wachsen.

Feuer – Herz und Dünndarm

Sommer steht für Wärme, Lebendigkeit und Fülle. Die Natur zeigt sich von ihrer kraftvollen und lebendigen Seite.

Erde – Milz und Magen

Spätsommer wird mit Reife, Mitte und Fürsorge verbunden. Es ist die Zeit, in der vieles zur Reife kommt.

Metall – Lunge und Dickdarm

Herbst steht für Rückzug, Klarheit und Loslassen. Die Natur bereitet sich auf die ruhigere Jahreszeit vor.

Wasser – Niere und Blase

Winter steht für Ruhe, Rückzug und Sammlung. Die Natur kommt zur Ruhe und sammelt neue Kraft für den nächsten Zyklus.

Die fünf Wandlungsphasen zeigen, wie eng in der TCM Mensch und Natur miteinander verbunden betrachtet werden. Besonders schön finde ich den Gedanken, dass jede Phase ihren eigenen Platz hat und Veränderung ein natürlicher Teil des Lebens ist.

Im Gespräch mit meinen Kundinnen höre ich oft:

„Eigentlich nehme ich mir viel zu wenig Zeit für mich.“

Zwischen Beruf, Familie, Haushalt und den vielen kleinen Dingen, die jeden Tag erledigt werden möchten, kommt die eigene Zeit oft zu kurz. Dabei tut es gut, zwischendurch bewusst innezuhalten und sich eine Pause zu gönnen.

Dafür braucht es nicht immer viel Zeit. Ein Spaziergang, eine Tasse Tee in Ruhe, ein gutes Buch oder eine Massage können kleine Momente sein, die nur einem selbst gehören.

Sich regelmäßig Zeit für sich zu nehmen, ist für mich keine Frage von Luxus, sondern eine schöne Möglichkeit, im Alltag immer wieder zur Ruhe zu kommen.

Vielleicht kennst du das auch und merkst, dass es dir guttut, dir bewusst Zeit für dich zu nehmen.

Warmes Frühstück für einen guten Start in den Tag

Ein warmes Frühstück nimmt in der TCM einen sehr wichtigen Stellenwert ein, da es das Verdauungsfeuer unsere „Mitte“ stärkt, damit wir mehr Energie für den Tag zur Verfügung haben. Gleichzeitig wirkt sich dieses auch positiv auf unser Immunsystem und unsere Verdauung aus.

„Porridge-Rezept“

  • 5 El. Haferflocken Feinblatt kurz im Topf anrösten, mit Wasser aufgießen (je nachdem wie fest oder flüssig ihr den Porridge wollt), kurz aufkochen lassen und auf niedriger Stufe ca. 10-15 Minuten weiter ziehen lassen. Wenn es mal schneller gehen soll, kann man die Haferflocken auch über Nacht in Wasser einweichen.

  • In einer heißen Pfanne – Sesam, Kürbiskerne und Nüsse (meine Favoriten sind Walnüsse oder Mandelblätter) leicht anrösten.
    Wenn ihr gleich einen 3 Tages Bedarf vorbereitet, dann geht die Zubereitung noch schneller.

  • Eine Handvoll Heidelbeeren zum Porridge geben und diese mitziehen lassen.

  • Das ganze nach Geschmack mit etwas Ahornsirup und Kardamom bzw. Zimt abschmecken.

  • Am Schluss die Sesam-Nuss Mischung darauf verteilen und fertig ist dieses stärkende Frühstück.

Diesen Porridge kann man zum Beispiel mit folgenden Zutaten immer wieder ergänzen oder variieren:

Kokosflocken

Obst nach Saison (Apfel, Birne, Marillen, Zwetschken usw.)

Mandelmus/Kokosmus

Rosinen/Goji-Beeren

Kompott

Auch Pikant ist möglich – mit Zuchini, Tomaten oder Sellerie